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30.11.2011

Wiener Frauenpreis

(Bronzestatue © Verena Kranebitter)

Frauen in der Musik sichtbar machen - das ist das Anliegen von femous.
Beim Wiener Frauenpreis, der von der Stadt Wien durch Stadträtin Sandra Frauenberger an herausragende Frauen verliehen wird, gestaltet femous den musikalischen Rahmen.
Und wir haben uns wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen:
Aus unserem interkulturellen Musikerinnenpool mit Sitz in Wien - femous orchestra - haben wir eine spezielle Formation zusammen gestellt, besondere Künstlerinnen eingeladen, sich im Rathaus zu präsentieren:

Katika: Die in Wien lebende italienische Sängerin und Songschreiberin verzaubert mit melancholischer Gelassenheit und Leichtigkeit. Ihre Songs, in europäischer Nu-Bossa Manier, sind "entspannt, warm, wunderschön & endlos" (Kurier) Im Juni 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum "Ricaricare".

Melinda Stoika: Sie ist in Ungarn geboren, hatte dort ihre Ballett- und Musikausbildung und eine Karriere an der ungarischen Oper eingeschlagen. Die Sängerin lebt seit 1987 in Wien und beeindruckt mit Roma- beinflusstem Jazz in unterschiedlichsten Formationen, u.a. mit !DelaDap & Harri Stoika.

Margarethe Deppe: Cellistin der Extraklasse, was sie auch mit ihrem international tourenden Women-only Ensemble ExtraCello immer wieder unter Beweis stellt. Die gebürtige Traunsteinerin bewegt sich zwischen Klassik, Jazz und Neuer Musik.

The Female Jazz Art Duo - Pianistin Barbara Rektenwald und Tenor-Saxophonistin Swantje Lampert - " Zwei starke Persönlichkeiten, die mit unglaublicher Leichtigkeit zu musizieren wissen" (Concerto) - sind instrumentale Protagonistinnen des Abends. Sie präsentieren u.a. auch Stücke ihrer hochgelobten Début-CD "Moods".

Célia Mara: Die international erfolgreiche Austro-Brasilianische Künstlerin hat ihr Herz (und Können) dem femous orchestra zur Verfügung gestellt. Sie agiert (hintergründig) als künstlerische Leiterin und vereint mit großem Einsatz die unterschiedlichen Künstlerinnen auf der Bühne… um einige musikalische Gustostückchen aus ihrem Repertoire ergänzt. Dass sie nicht nur eine herausragende Sängerin, sondern auch eine großartige Gitarristin und kreative Percussionistin ist, stellt sie in den femous Formationen gerne unter Beweis.

Silvia Jura produziert in bereits gewohnter Manier femouse künstlerische Konzepte, lässt die Fäden gemeinsam mit Célia Mara zusammen laufen…

29.08.2011

FEMOUS ORIGINS @ ARS ELECTRONICA

DONNERSTAG 1.9.2011, 21:00 – 21:40, LINZ,
ARS ELECTRONICA CENTER, BÜHNE AM FREIDECK


Auf der Suche nach dem Ursprung …
Musikalische Wurzeln aufgreifen, verändern und sie in unterschiedlichen Kontexten neu bewerten: die femous orchestra Artists Célia Mara, Sweet Susie und Electric Indigo laden sich Stella Chiweshe aus Zimbabwe zur gemeinsamen Spurensuche, erproben ihr Zusammenspiel in unterschiedlichsten Ritualen, thematisieren verschiedene Zugänge zu Trance und Extase…

Der (post)/koloniale Raubbau an Afrika und Südamerika ist auch in der Musik Thema. Die unreflektierte Übernahme musikalischer „origins“ in die westliche Kultur stärkt oft bestehende, eurozentristisch-rassistische kulturelle Hierarchien. Doch Stella Chiweshe, Célia Mara, Sweet Susie und Electric Indigo durchbrechen, in einem Prozess der künstlerischen Verbindung, gemeinsam die Vorgaben der westlichen Hegemonialkultur. In einem Akt kollektiver kultureller Aneignung werden „Ursounds“ transformiert, bearbeitet und adaptiert, losgelöst von ihrer Ethnizät. Zusammen konstruieren und dekonstruieren die vier gleichberechtigten Musikerinnen Rhythmen und Töne, setzen Akzente eines globalen, kulturellen Widerstands.

Afrikanische und amero-indianische Kulturen werden oft als Inspiration für westlich hegemoniale Kultursysteme genützt. Die Suche nach dem Ursprung führt femous in eine kritische Auseinandersetzung mit der Gegenwart: die brutale Zerstörung unserer Lebenswelten findet sich im Raubbau der Kulturen wieder...
Die Shona im südlichen Afrika nützen seit mehr als 1000 Jahren die Mbira, ein „Daumenklavier“, zur Kommunikation mit ihren AhnInnen. Der Zugang zu den Gottheiten war jedoch nur den Männern vorbehalten. Stella Chiweshe durchbricht diese maskulinen Macht- und Musiktraditionen und überführt so die Geschichte ihrer Kultur in weibliche Hände.
Célia Mara bringt uns zu den Diaguitas, einer vom Genozid ausgelöschten, präkolumbianischen Hochkultur Südamerikas. Ein Stück verholzter Kaktus, „der Regenmacher“ (palo de lluvia) und ihre Stimme sind Wegweiser durch den kulturellen Widerstand eines ganzen Volkes, zum Ursprung aller Gottheiten, zu Pachamama, der Erdmutter.


Femous Origins
Featuring: Stella Chiweshe (Zimbabwe), Célia Mara (Brasil), Sweet Susie (Austria), Electric Indigo (Austria)

Eine Eigenproduktion von femous: platform for famous female culture
Idee: Silvia Jura – Célia Mara – Sweet Susie