11.09.2012

Edith Lettner @Waschen-Macht-Sound

Wir freuen uns, Edith Lettner im Rahmen der Wien-Wasch-Wochen vorzustellen. Die Instrumentalistin und Komponistin wird am Saxophon sowie dem armenischen Nationalinstrument, dem Duduk, mit den Frauen aus dem Waschen-Macht-Sound Kollektiv, Künstlerinnen des femous orchestra und des Djn-Kollektivs Brunnhilde performen.

Offenheit ist wohl eine besondere Qualität der Saxophonistin und Komponistin Edith Lettner, die sie als Bandmusikerin so gefragt macht. Für sie bedeutet ihre permanente Zusammenarbeit mit KünstlerInnen aus diversen Kulturen und Genres eine wertvolle Erweiterung ihres Horizonts. Dieser reichhaltige Erfahrungsschatz trug sicherlich auch wesentlich zur Entwicklung ihres ganz besonderen Sounds und Stils im Jazz bei…..“Ich versuche immer eine Geschichte zu erzählen und Emotionen anzusprechen, egal ob ich improvisiere, komponiere oder eine vorgegebene Melodie spiele.“ Kompositionen von Edith Lettner wurden auf einigen CDs veröffentlicht und sie komponiert auch Theater- und Filmmusik.

Sie ist schon mit African Jazz Spirit am Freitag den 14.9. um 20:30 @ Reigen zu sehen. Tickets gibt es direkt bei der Künsterin unter <edithlettner ( at ) hotmail.com>


www.femous.at/edith lettner
www.edith-lettner.net

30.08.2012

Waschen macht Sound – Transkulturelle Narrative


Kollektives in Bewegung setzen…
Was Musikfrauen und Wäscherinnen gemeinsam haben, ist nicht auf ein Blatt Papier zu bringen…
Auf jeden Fall gibt es viel, dass uns verbindet… Unsere Wäsche waschen wir alle - meistens - selbst! Und mit wessen Schmutzwäsche wir uns sonst noch auseinandersetzen müssen, versuchen wir in unserem Projekt "Waschen macht Sound – Transkulturelle Narrative" heraus zu arbeiten. 
Dass es dabei um afrikanische Dürregebiete genauso wie um die französische Revolution, um die skandalösen Wiener Waschweiber ebenso wie um die traditionellen Wäscherinnen-Gesänge aus dem brasilianischen Hinterland geht, dass Operetten sich mit süditalienischer Folkore mischen… all das werden wir in kollektiven Prozessen erarbeiten.

Das femous orchestra als interkultureller Pool von Musikerinnen und Sängerinnen aus unterschiedlichsten Kontexten setzt sich gemeinsam mit dem Brunnhilde DJne Kollektiv, jungen wiener Frauen mit transkulturellem Hintergrund, mit historischen und transkulturellen Kontexten auseinander, hinterfragt bezahlte und unbezahlte Frauenarbeit… und übersetzt unseren Musik-Alltag in eine Soundinstallation und eine raumfüllende Performance…

Fr, 28.9., ab 18.00: Live Performances: Die Musikfrauen
"
Waschen macht Sound – Transkulturelle Narrative"
Live-Performances im Rahmen der audio-visuellen Mehrkanal-Installation
mit Künstlerinnen von the femous orchestra & Brunnhilde DJ Kollektiv;
18.00–22.00 // Performance 19:30 - 21:00
schnell und sauber (Waschsalon Högn), 1070, Westbahnstraße 60/Urban-Loritz-Platz, www.schnellundsauber.at


Es sind akustische Fetzen aus ihren Leben, Erinnerungen an Weiß-Gewaschenes, ausgebleichte Realitäten und schöngefärbte Ideale, schmutzige Vokabeln und prickelnde Sounds… ein hörbarer Teppich aus Revolutionen, Klatsch und Skandalen, eingetaucht in die heile Bilderwelt der Illusionen. Mit der Soundinstallation schaffen wir ein Klangbild, das uns die vielfältige Welt der Waschweiber näher bringt, historische Kämpfe, Arbeitsbedingungen und Frauengeschichten hörbar und fühlbar macht… Geschichte aus einer weiblichen Perspektive erzählt.
Für die Live-Performances inszenieren sich die Musik-Wäscherinnen - Künstlerinnen aus dem Umfeld der femous und Brunnhilde Kollektive. Der Waschsalon wird zur 1. Station einer global-individualisierten Waschkulturenreise, wo Songs, Sounds, Interviews und Performances ineinander über fliessen, Live-Visuals die entsprechenden Bilderwelten aufbauen, Improvisationen aus Stimmen, Instrumenten, Electronics und Grooves sich interkulturell weichwaschen … eine Waschmaschine lang!
PS: Bring deine Schmutzwäsche mit! 


• Soundinstallation im Waschsalon von 28.9 bis 6.10
Eine Kollage aus Tönen, Geräuschen, Interviews, Liedern, Wörtern, Texten, Klangbildern… eine Waschmaschine lang. Zum inhaltlichen Zeitvertreib der Waschsalon-BenutzerInnen.
Wir schaffen ein vielfältiges Bild der Wäscherinnen – zeigen sie als politische Kraft (revolutionär), diskutieren klassische Frauenarbeit – bezahlt und unbezahlt, ökonomische Unabhängigkeit, bürgerliche und patriarchale Moral; Frauenbilder in der bürgerlichen, westl. Gesellschaft; Gruppenbildung / Organisationsformen, Gesellschaftskritik, Migration, Prekariat. Sexuelle Übergriffe. Alleinerziehend. Das Wasser. Die Werbung.
Und das Gerede. Und das natürlich in vielen Sprachen!

• Live-Performance im salon: Speakers/Singing Corner
Die Performance findet ohne Bühne statt; die Künstlerinnen sind Publikum und Protagonistinnen zugleich. Sängerinnen, Musikerinnen, Performerinnen, Moderatorinnen … wir schaffen ein Ambiente der Begegnungen, ganz in der Tradition der Waschweiber am Fluss, wo genug Zeit war, zu singen, zu reden, zu lachen, zu klagen und zu protestieren!
Wäschewaschen wird als sozialer Akt kommentiert – die Künstlerinnen bringen musikalisches Storytelling, erzählen die Geschichten von Frauen aus aller Welt… und die Geschichte aus Sicht der Frauen. Sie arbeiten an einem Gemeinschaftsstück, das sich mit Spoken Word Techniken / Freestyle Rap, Stanzel Singen bzw. Repente ecc… zum globalisierten Wäscherinnen-Song entwickelt. Moderatorinnen interferieren, interviewen, ziehen den roten Faden zwischen Geschichte und Gegenwart, verbinden die verschiedenen Arten der Narrativen. Einzelne Szenen reihen sich aneinander. Der ganze Raum wird inszeniert. Eine einfache Visualprojektion zeigt uns Bilder aus verschiedenen Kulturen, Skurriles und Ernstes, wirbt für Waschmittel im jeweiligen Zeitgeist, zeigt uns die Bilder zu den Tönen…


Leitungsteam
Célia Mara (BR/A)/ globalista: Koordination der Musikgruppe
Expertise Songwriting, Arrangement, Bandleitung, künstler. Musikproduktion
Christina Steyskal (A)/ brunnhilde: Koordination der Textgruppe
Expertise DJing, Groove-produktion, transkulturelle Kommunikation
Elisabeth Penker (A): Koordination der Soundinstallationsgruppe
Expertise Elektro-Akustik, Experimentelle Soundformate, Soundinstallation, Produktion
Maanila Moraes (BR/A): Koordination Video- & Visualgruppe
Expertise Videoart, Soundart, Performance
Silvia Jura (A)/globalista: Gesamtkoordination – Konzeption
Expertise Produktion, Strategie, Contentvermittlung
Theda Schifferecker(A)/brunnhilde: Koordination der Technik
Expertise Aufnahmetechniken, Soundtechniken, Soundbibliotheken

Mitwirkende Künstlerinnen aus dem femous orchestra Pool
Sängerinnen:
Anja Lazic (CRO) / Célia Mara (BR/A) / Grace Latigo (UG/SLK/A), Hottensiah (KEN),
Matilda Leko (SRB/A), Patrizia Ferrara (I/A), Véro la Reine (CAM)(tbc)
Musikerinnen:
Lisa Puhr, Posaune (A),
Célia Mara / e-guitar
Christina Steyskal /electronic grooves / DJ, Theda Schifferecker / electronic grooves / DJ
Performances & Moderation
Grace Latigo (UG/SLK/A),
Zoraida Nieto (VEN)

Das Rahmenkonzept / Gedanken zu den Wäscherinnen…

Sie sind selbstständig und unabhängig, oft sind sie Migrantinnen; Sie leben von ihrer Arbeit, ernähren sich und ihre Kinder davon und bezahlen oft einen hohen Preis dafür. Meist bleiben sie unsichtbar, sie werden aufgrund ihrer prekären (und oft illegalen) Arbeit diskriminiert und sind vermehrt sexuellen Übergriffen ausgeliefert – ob Putzfrau, Hausarbeiterin oder Wäscherin… Die Realitäten haben sich nicht sehr geändert!

Die Wäscherinnen der Vor-Waschmaschinen Ära zählten jedoch – aufgrund ihres besonderen gesellschaftlichen Status‘ - zu den politischen Vorkämpferinnen ihrer Zeit – sie haben die französische Revolution angeheizt, im Wien der vorigen Jahrhundertwende die bürgerlichen Fassaden zum krachen gebracht – die Wäscherinnen haben Volksmassen aufgestachelt und sind Heroinen der weiblichen Geschichte.

Es gibt keine universelle Wäscherin – sie stammen aus verschiedenen sozialen Kontexten, haben unterschiedliche Biographien. Doch fast überall, jenseits der bürgerlichen, westlichen Welten, wo die Schmutzwäsche nur zu Hause gewaschen wird, kann das Wäschewaschen als sozialer Akt verstanden werden.

Es ist daher immer mit Narrativen verbunden, mit Gesellschaftskritik und Analyse bestehender Missverhältnisse. Selbst im Waschsalon – wo die Frauen durch Maschinen ersetzt wurden – setzt sich diese Tradition fort: Zeit, um im Kollektiv über die Gesellschaft nachzudenken – eine Waschmaschine lang…

Diese Vielfalt wollen wir in den Raum stellen und – auch provokativ – inszenieren. Wir greifen den revolutionären Geist der Waschweiber auf und setzen uns musikalisch damit auseinander.

Wir lassen die Musikfrauen in die Rolle der Wäscherinnen schlüpfen… und präsentieren mit ihnen die gesellschaftliche Realität, die uns auch als Musikfrauen mehrfach diskriminiert, in idealisiertem Blütenweiß.
 

05.06.2012

Ein Fest für Johanna Dohnal!


Der 6.Bezirk würdigt Johanna Dohnal mit einer Platzbenennung und feiert ein Fest in Erinnerung an die große Frauenpolitikerin!


Schülerinnen der Rahlgasse präsentieren Texte und Musik

Weggefährtinnen und heutige Frauenpolitikerinnen erinnern sich in einem Gespräch mit Petra Unger an Johanna Dohnal

Annemarie Aufreiter und Renate Kaufmann enthüllen die Tafel

Femous Orchestra und DJane Sweet Susie gestalten den musikalischen Teil

Andrea Eckert liest Texte von Johanna Dohnal

Das Top-Kino zeigt Club 2 Aufzeichnungen mit Johanna Dohnal


Wann?

Dienstag 5.Juni 2012 von 16 bis 19 Uhr


Wo?

Rahlgasse, Ecke Gumpendorferstraße
bei Schlechtwetter in der Aula der Schule Rahlgasse 4

Das femous orchestra bringt revolutionäre, kritische, verstörend- witzige Frauenlieder!
Vocals: Patrizia Ferrara, Matilda Leko, Zoraida Nieto, Célia Mara
Horns: Edith Lettner, Lisa Puhr
Keys: Julia Siedl
Guit: Célia Mara
eine femous Produktion von Silvia Jura & Célia Mara

05.12.2011

Besser kann das femous Jahr nicht ausklingen…


Zum Höhepunkt des X-Mas-Rush setzen wir eine Insel mit very femous music in das Spittelberger Treiben:

am 17.12., dem langen Einkaufssamstag
und, noch vielinteressanter, dem Beginn der Saturnalien, laden wir zum Femous X-Mas Punsch & CD Bazar.

Musik von Frauen aus unterschiedlichsten Genres, viele female Artists zum kennenlernen & plaudern bei Punsch, Glühwein und Quentão (heißer, gewürzter brasilianischer Zuckerrohrschnapps) – aber das ist noch lange nicht alles!
Wir haben soeben großartige Unterstützung zugesagt bekommen:
Raja Schwahn-Reichmann, barock-bacchantische Künstlerin, gestaltet das Szenario im Innenhof des MICA --- üppig, lustvoll, weiblich…
(Mit)Begründerin des Josefinischen Erlustigungskomitee zum Schutz des Augartenspitzes, ist Raja Schwahn-Reichmann engagierte Kämpferin gegen archaische Genderprivilegien.
Mulier taceat in ecclesia.“ – die Frau schweige in der Gemeinde –
Kastraten und Knaben sollten Hof & Volk erlustigen, den Frauen sei das Singen verboten!
Horcht, horcht! Entstammen nicht die Wiener Sängerknaben diesem Grundgedanken?
Nicht zu vegessen das großartige Filmprojekt "Auf den Barockaden" - das von der Poesie des Widerstandes handelt & wofür sie noch ganz viele Helferleins brauchen können!
Ob Augartenspitz oder Musiksubventionen… Traditionen, die Frauen ausschließen, fallen nicht in die Kategorie schützenswerte kulturelle Vielfalt…

Deswegen hat femous einen (nicht frommen) Weihnachtswunsch:
Sängerkinder statt Sängerknaben… oder
Subventionen und Spielstätten in gleichem Ausmaß für Frauen- und Mädchenformationen!

30.11.2011

Wiener Frauenpreis

(Bronzestatue © Verena Kranebitter)

Frauen in der Musik sichtbar machen - das ist das Anliegen von femous.
Beim Wiener Frauenpreis, der von der Stadt Wien durch Stadträtin Sandra Frauenberger an herausragende Frauen verliehen wird, gestaltet femous den musikalischen Rahmen.
Und wir haben uns wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen:
Aus unserem interkulturellen Musikerinnenpool mit Sitz in Wien - femous orchestra - haben wir eine spezielle Formation zusammen gestellt, besondere Künstlerinnen eingeladen, sich im Rathaus zu präsentieren:

Katika: Die in Wien lebende italienische Sängerin und Songschreiberin verzaubert mit melancholischer Gelassenheit und Leichtigkeit. Ihre Songs, in europäischer Nu-Bossa Manier, sind "entspannt, warm, wunderschön & endlos" (Kurier) Im Juni 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum "Ricaricare".

Melinda Stoika: Sie ist in Ungarn geboren, hatte dort ihre Ballett- und Musikausbildung und eine Karriere an der ungarischen Oper eingeschlagen. Die Sängerin lebt seit 1987 in Wien und beeindruckt mit Roma- beinflusstem Jazz in unterschiedlichsten Formationen, u.a. mit !DelaDap & Harri Stoika.

Margarethe Deppe: Cellistin der Extraklasse, was sie auch mit ihrem international tourenden Women-only Ensemble ExtraCello immer wieder unter Beweis stellt. Die gebürtige Traunsteinerin bewegt sich zwischen Klassik, Jazz und Neuer Musik.

The Female Jazz Art Duo - Pianistin Barbara Rektenwald und Tenor-Saxophonistin Swantje Lampert - " Zwei starke Persönlichkeiten, die mit unglaublicher Leichtigkeit zu musizieren wissen" (Concerto) - sind instrumentale Protagonistinnen des Abends. Sie präsentieren u.a. auch Stücke ihrer hochgelobten Début-CD "Moods".

Célia Mara: Die international erfolgreiche Austro-Brasilianische Künstlerin hat ihr Herz (und Können) dem femous orchestra zur Verfügung gestellt. Sie agiert (hintergründig) als künstlerische Leiterin und vereint mit großem Einsatz die unterschiedlichen Künstlerinnen auf der Bühne… um einige musikalische Gustostückchen aus ihrem Repertoire ergänzt. Dass sie nicht nur eine herausragende Sängerin, sondern auch eine großartige Gitarristin und kreative Percussionistin ist, stellt sie in den femous Formationen gerne unter Beweis.

Silvia Jura produziert in bereits gewohnter Manier femouse künstlerische Konzepte, lässt die Fäden gemeinsam mit Célia Mara zusammen laufen…

26.09.2011

viva johanna dohnal!

Am 27.9.2011 ist es soweit - Wien widmet der großen Frauenpolitikerin Johanna einen Gemeindebau!
Der Johanna Dohnal Hof ist im 14 Bezirk, Jenullgasse 18-2.
Und wir vom femous orchestra sind dabei! Einige Frauen aus dem  Kollektiv präsentieren um 13:00 - zu Ehren von Johanna - folgende Songs, ganz akustisch:

"Die alte Engelmacherin" - Ein Wienerlied vom Helmut Qualtinger
und
Die Frauen der Commune - Ein Kampflied, von den Schmetterlingen aufgegriffen…

Die Songauswahl wurde von Silvia Jura & Célia Mara getroffen, an den Akustik -Arrangements haben Célia Mara und Anja Lazic gearbeitet, singen werden die internationalen Wienerinnen Anja Lazic, Célia Mara, Esrap, Maia Sastroposhvili und Matilda Leko, begleitet von Kathrin Thorack (Accordeon), Lisa Puhr (Posaune) und Célia Mara (Guitarre).
Wir freuen uns!!!!!

21.09.2011

femous has a NEW WEBSITE!!!!!

visit us @ femous.at and find out more about great female artists, 100 femous events in Austria, festival cooperations and a lot about femous culture!
Thanks to our partners @ freie digitale & public funding through BMVIT, we can offer femous content for free! 






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